Die Städte Wien und Budapest verbindet mehr als nur die Donau, denn beide Städte tragen den Titel der Hauptstadt ihres Landes und bieten eine Vielzahl von historischen Bauwerken, lebendiger Kultur und mehr. Viele Reisende zerbrechen sich aber genau wegen der Ähnlichkeit beider Städte zueinander den Kopf, wenn sie sich bei der Reiseplanung für nur eine entscheiden müssen.

Aus diesem Anlass möchten wir einen genaueren Blick auf Budapest und Wien werfen und versuchen herauszufinden, welche Stadt das bessere Reiseziel ist!

Sehenswürdigkeiten

Eines darf bei keiner Städtereise fehlen: Der Besuch historischer und kulturträchtiger Sehenswürdigkeiten. Sowohl in Wien als auch in Budapest kann man tagelang durch die Straßen wandern und wunderschöne Gebäude und Denkmäler bewundern, allerdings ist der Charme dieser Straßen in beiden Städten verschieden. Sowohl auf unserer Karte als auch in diesem Artikel geben wir nur einige Beispiele, jedoch bieten beide Städte Unmengen an Sehenswürdigkeiten, die die verschiedensten Geschmäcker bedienen.

Sehenswürdigkeiten in Budapest

Kettenbrücke in Budapest
Die Széchenyi Kettenbrücke ist eine im Jahr 1849 fertiggestellte und für die Öffentlichkeit zugänglich gemachte Brücke, die damals die beiden Städte Buda und Pest miteinander verband. Zur damaligen Zeit war sie die größte Brücke der Welt und ihr Bau setzte ein Zeichen für Fortschritt.

Thermalbad Széchenyi in Budapest

Thermalbad Széchenyi in Budapest. Foto via Flickr von Yann Caradec

Das Széchenyi Heilbad ist das größte Heilbad in Europa und sollte bei einem Urlaub in Budapest nicht nur von außen bewundert werden. Innen kommen Gäste in den Genuss des Thermalwassers, das von zwei aktiven Quellen mit einer Temperatur von mehr als 70 °C gespeist wird. Das Heilbad kann auch im Winter besucht werden, denn während sich die Kälte über die Stadt legt, hält die heiße Dampfwolke über den Becken seine Besucher warm.

Parlamentsgebäude Budapest
Das Parlamentsgebäude in Budapest ist das zweitgrößte Parlamentsgebäude in Europa direkt nach dem Palace of Westminster in London, jedoch verbindet die beiden Parlamentsgebäude mehr miteinander, als dass sie die zwei größten ihrer Art sind: Im Jahr 1880 wurde eine Ausschreibung aufgegeben, bei der zahlreiche Architekten ihre Entwürfe für das ungarische Parlamentsgebäude einschickten. Es gewann Imre Steint, ein ungarischer Architekt, der sich bei seinem Entwurf vom Palace of Westminster inspirieren lassen hat.

Fischerbastei in Budapest
Die Fischerbastei liegt auf der westlichen Seite der Donau und wurde im Jahr 1902 für eine Fischergilde erbaut. Wo heute die Bastei steht, befand sich damals der Abschnitt der Stadtmauer, für dessen Verteidigung die besagte Fischergilde zuständig war. Sowohl tagsüber als auch am Abend ist die Fischerbastei einen Besuch wert.

Sehenswürdigkeiten in Wien

Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper ist ohne Zweifel das bekannteste Opernhaus der Welt und steht bei vielen Urlaubern ganz oben auf der Liste der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Der Bau des Opernhauses im Stil der Neorenaissance dauerte acht Jahre und wurde am 25. Mai 1869 eröffnet. Hier werden seither regelmäßig zahlreiche Gäste willkommen geheißen, die in einer einzigartigen Atmosphäre in die Welt der Künste eintauchen können.

Hofburg in Wien
Die Hofburg in Wien ist der Amtssitz des Bundespräsidenten von Österreich und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Über die Jahrhunderte hinweg wurden jedoch weitere Ausbaumaßnahmen durchgeführt, die dementsprechend auch von verschiedenen Epochen geprägt sind (bspw. mittelalterliche Gotik, Renaissance und Barock).

St. Stephansdom
Der Stephansdom ist ein Wahrzeichen Wiens und wurde im 13 Jahrhundert auf einen Vorgängerbau aufgebaut, von dem noch einige Teile erhalten sind (bspw. zu sehen an der Westfassade). Der Dom ist das wichtigste Gebäude der mittelalterlichen Gotik in Österreich und ein wahres Meisterwerk seiner Zeit, denn trotz der hohen Türme (der Südturm ist 136 Meter hoch, der Nordturm 68 Meter) ist das Fundament nicht einmal vier Meter tief.

Schloss Schönbrunn
Das Schloss Schönbrunn ist das größte Schloss in Österreich und war im 18. Jahrhundert die Sommerresidenz von Kaiserin Maria Theresia. Nicht nur das Schloss selbst ist ein beeindruckender Bau, auch die große Parkanlage zieht die bewundernden Blicke zahlreicher Besucher auf sich. Im Park befindet sich übrigens der älteste aktive Zoo der Welt: Der Tiergarten Schönbrunn.

Speisen

Wer den ganzen Tag lang von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten spaziert, der wird eher oder später hungrig sein. Budapest und Wien tischen äußerst unterschiedliche Gerichte auf, sodass es beim Thema Essen reinste Geschmacksache ist, welche Stadt die Nase vorne hat.

Speisen in Budapest

In Budapest kann man seine Geschmacksknospen auf eine abenteuerliche Reise schicken. Böse Zungen behaupten es gäbe nur eine kulinarische Spezialität in Ungarn, nämlich den Eintopf. Was diese Zungen jedoch vergessen zu erwähnen ist die Vielfalt an Eintöpfen, denn die verschiedenen Rezepte spielen mit unterschiedlichen Gewürzen und Zutaten, sodass dabei spannende Geschichten für den Gaumen entstehen. Darüber hinaus sollte man sich auch nicht die vielen leckeren Suppen, Backwaren und Süßspeisen entgehen lassen.

Restaurantbesuche werden im Durchschnitt in Budapest günstiger ausfallen als in Wien, was besonders Urlaubern mit begrenztem Budget entgegenkommt.

Speisen in Wien

Wer Spaß daran hat auf Reisen neue Speisen mit unbekannten Aromen zu entdecken, könnte in Wien durchaus ein wenig enttäuscht werden. Viele der Spezialitäten aus Österreich wie das Wiener Schnitzel und der Apfelstrudel haben bereits vor langer Zeit einen festen Platz auf den Speisekarten in unseren heimischen Restaurants eingenommen und sind daher keine Überraschung mehr für den deutschen Gaumen. Wer jedoch nicht nach einer Überraschung, sondern nach authentischem und leckerem Geschmack sucht, der wird große Freude am kulinarischen Angebot in Wien haben!

Auch wenn die Restaurantbesuche in Wien im Durchschnitt teurer ausfallen als in Budapest, so sind die Restaurantpreise in Österreich laut dem Wimdu Travel Price Index durchschnittlich genauso hoch wie die durchschnittlichen Restaurantpreise in Deutschland. Als Faustregel gilt: Restaurants im Stadtzentrum und in der Nähe von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten sind teurer als Restaurants im Außenring der Stadt und in Wohnvierteln.

Anreise und Transport

Ein nicht zu unterschätzender Punkt bei der Urlaubsplanung ist die Anreise und der Transport vor Ort, denn je schneller man von A nach B kommt, desto mehr Zeit bleibt für Abenteuer und Erkundungstouren.

Anreise und Transport in Budapest

Budapest lässt sich von Deutschland auf verschiedenen Wegen erreichen. Die schnellste Anreise gelingt mit dem Flugzeug, denn Budapest besitzt einen eigenen Flughafen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in das Budapester Stadtzentrum reist, sollte zirka mit einer Stunde Fahrt rechnen, denn zwischenzeitlich muss man umsteigen. Schnellere Alternativen sind der Shuttle Bus, Taxis oder ein Mietwagen.

Wer mit dem Zug fahren möchte, der findet je nach Abreiseort in Deutschland Verbindungen, die zwischen ungefähr sechs bis 18 Stunden dauern. Der Hauptbahnhof liegt mitten in der Stadt und bietet gute Anbindungen für die Weiterreise zur Unterkunft.

Die Anreise mit dem Auto ist ebenfalls möglich, jedoch sollte man hier bei sehr langen Fahrten einen Zwischenstopp einplanen zum Schlafen.

Ein großer Pluspunkt für Budapest ist, dass die öffentlichen Verkehrsmittel rund um die Uhr aktiv sind. Wer also mitten in der Nacht müde Füße bekommt oder das Auto stehen lassen möchte, kommt garantiert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Unterkunft.

Ein kleiner Tipp: Nicht jeder spricht in Budapest Englisch, daher kann es hilfreich sein wichtige Routen zu Hause vorzubereiten.

Anreise und Transport in Wien

Wien bietet eine etwas bessere Verbindung vom stadteigenen Flughafen zum Stadtzentrum, denn diese dauert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ungefähr eine halbe Stunde. Mit dem Taxi oder Mietwagen ist man zirka zehn Minuten schneller.

Für Urlauber aus dem Süden Deutschlands ist es wohl am praktischsten mit dem Auto nach Wien zu reisen, denn dies dauert in etwa fünf Stunden. Bei langen Strecken sollte man, genau wie bei der Anreise nach Budapest, einen Zwischenstopp zum Schlafen einplanen.

Auch Wien bietet eine gute Anbindung an das Schienennetz, daher ist die Anreise mit dem Zug ebenfalls empfehlenswert. Man kommt mitten im Stadtzentrum am Hauptbahnhof Wiens an und kann von dort aus auf diverse Optionen zur Weiterreise zugreifen.

Wer während seines Aufenthaltes in Wien auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, sollte beachten, dass diese werktags nur bis ungefähr 0:30 Uhr fahren. Anschließend bedienen Nachtbusse das Netz.

Welche Stadt ist also die bessere?

Das liegt ganz daran, welche Art von Urlaub man verbringen möchte. Auch wenn beide Städte wunderbare Reiseziele sind, so könnte Budapest für kulinarische Abenteurer interessanter sein und Wien Museumsgänger regelrecht von den Socken hauen.

Wer sich dennoch nicht entscheiden kann, der sollte seinem Bauchgefühl folgen und einfach beide Städte besuchen. Zwischen Budapest und Wien verkehren Züge, die einen zirka in drei Stunden von der einen Stadt zur anderen befördern. Die beiden Städte verbindet darüber hinaus ein zirka 300 Kilometer langer Radweg (der Donauradweg), was für besonders sportliche Urlauber sicherlich eine tolle Herausforderung darstellt.

Die passende Unterkunft in Budapest oder Wien kann mit Sicherheit in unserem großen Angebot von Ferienwohnungen und Ferienhäusern gefunden werden.