Wer kennt das nicht: Man freut sich auf den wohlverdienten Urlaub, hat an alles gedacht, alles geplant, doch dann fallen einem die Pflanzen ein. Wie sollen sie nur den Urlaub überleben?

Nicht immer kann oder möchte man Freunde oder Familie um Hilfe bitten. Das muss man aber auch gar nicht, denn mit unseren 5 Tricks und ein paar Gegenständen aus dem Haushalt kann man seine Pflanzen sicher durch den Urlaub bringen.

Wie deine Pflanzen deinen Urlaub überleben

Flaschen-Trick Nr. 1

Für mittelgroße Blumentöpfe

Für diese Methode benötigt man eine 0,25 Liter große Flasche, in deren Deckel ein Loch gebohrt wird. Das Loch sollte so groß sein, dass das Wasser in zügigen Tröpfchen austritt.

Nun muss die Pflanze gut gegossen werden. Die Erde muss feucht sein, damit sie neue Flüssigkeit gut aufnehmen kann.

Als nächstes steckt man die mit Wasser gefüllte Flasche kopfüber in die Erde neben der Pflanze. Dabei sollte man darauf achten, dass die Flasche stabil sitzt. Es hilft bereits viel, die Erde drum herum festzudrücken.

Die Flasche gibt nun kontinuierlich Wasser in geringen Mengen an die Erde ab, sodass die Pflanze gut versorgt ist.

Tipp: Am besten testet man diese Methode ein paar Tage vor dem Antritt der Reise, indem man den Wasserstand auf der Flasche mit einem Stift markiert. Verändert sich dieser nach einem Tag nicht, so muss das Loch vergrößert werden.

Flaschen-Trick Nr. 2

Für große Blumentöpfe

Diese Methode ist der ersten Methode ähnlich, jedoch eignet sie sich für große Blumentöpfe, versteckt die Flasche und ist auch langfristig sinnvoll. Benötigt wird eine Plastikflasche, die in den Blumentopf eingegraben werden kann.

Zunächst müssen mehrere Löcher in den Plastikkörper der Flasche gebohrt werden. Unbefüllt gräbt man sie nun vorsichtig in die Erde, sodass der Flaschenkopf noch ein Stück weit herausragt.

Anschließend gießt man die Pflanze, damit die Erde feucht ist. Nun kann die Flasche mit Wasser befüllt werden. Das Wasser wird nun über die Löcher an die Erde abgegeben und versorgt die Pflanze.

Schnur-Trick

Für kleine Blumentöpfe

Für diese Methode benötigt man einen Behälter, ein Podest und einen dicken Baumwollfaden.

Den Behälter stellt man zunächst auf das Podest neben dem Blumentopf. Das Podest muss jedoch so hoch sein, dass der Behälterboden höher liegt als die Erdoberfläche.

Bevor man sich dem Baumwollfaden widmet, muss auch hier erst die Pflanze gegossen werden, damit die Erde feucht ist.

Nun schneidet man den Baumwollfaden auf eine angemessene Länge zurecht, denn ein Ende muss den Grund des Behälters berühren, während das andere Ende in der Erde nahe der Wurzeln steckt.

Nun kann man den Behälter mit Wasser füllen und die Pflanze wird über den Baumwollfaden versorgt.

Tipp: Wer nur einen dünnen Baumwollfaden zur Hand hat, der kann versuchen, drei oder vier davon ineinander zu verdrehen. Außerdem sollte man bei dieser Methode seine Konstruktion samt Pflanze nicht in der prallen Sonne stehen lassen, denn so verdampft das Wasser im Behälter, bevor es die Erde erreicht.

Seichtes-Becken-Trick

Für mehrere Pflanzen

Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn viele Pflanzen in einem Untertopf stecken oder der Topf mit einem Loch am Boden versehen ist. Benötigt wird ein Tablett oder Ähnliches, das seicht mit Wasser befüllt werden kann.

Das Tablett muss auf einem stabilen Untergrund und an einem möglichst schattigen Ort stehen, da starke Sonneneinstrahlung das Wasser verdampfen lässt.

Die Pflanzen können nun auf dem Tablett verteilt und einzeln gegossen werden. Bestenfalls hängen ein paar Wurzeln unten aus den Töpfen heraus. Falls nicht, kann mit Baumwollfäden nachgeholfen werden, die von unten in die Erde gesteckt werden.

Das Tablett kann nun mit Wasser befüllt werden. Die Wurzeln (oder die Baumwollfäden) werden die Pflanze mit genügend Wasser versorgen.

Gewächshaus-Trick

Für einzelne Pflanzen

Für diese Methode benötigt man eine klare, lichtdurchlässige Tüte und einen nassen Lappen. Die Tüte muss so groß sein, dass die Pflanze komplett hineinpasst und die Tüte dennoch oben verschlossen werden kann.

Als erstes legt man in die Tüte den nassen Lappen aus. Er hilft, ein gewisses Maß an Feuchtigkeit von Beginn an zur Verfügung zu stellen.

Auf den Lappen stellt man nun die Pflanze, die man zuvor gut gegossen hat. Die Tüte verschließt man nun oben fest mit einem Gummi oder Ähnlichem.

Mit dieser Methode kann die Feuchtigkeit nicht aus der Tüte entweichen und steht der Pflanze die ganze Zeit über zur Verfügung.

Schöne Pflanzen überall

Auf gepflegte und gesunde Pflanzen schaut man nicht nur zu Hause gerne. In dem niederländischen Dorf Lisse erblüht zwischen März und Mai im Park Keukenhof ein wunderschönes Meer aus Tulpen.
Im Boboli-Garten in Florenz kann man neben bezaubernden Pflanzen auch Springbrunnen und antike Skulpturen bewundern.
Vom Boboli-Garten inspiriert, ist der Jardin du Luxembourg in Paris ebenfalls einen Besuch wert für jeden, der sich von der Natur bezaubern lässt.