Am Flughafen verbindet uns alle eine Sache: Das Warten! Doch warten wir alle auf individuelle Weise, denn während für einige Reisende das Warten einen gemütlichen Zeitvertreib darstellt, kann es für andere zur Zerreißprobe für die Nerven werden.

Der nervöse Typ

nervöser Mensch am Flughafen
Den nervösen Typ erkennt man sehr leicht, denn er scheint keine Sekunde still zu sitzen. Die Beine sind übereinander geschlagen, der Fuß wackelt, als würde er versuchen hunderte von Ameisen abzuschütteln und die Hände halten einander so stark fest, als würden sie befürchten sich für immer und ewig verlieren zu können. Dem nervösen Typ ist es äußerst wichtig, dass alles nach Plan verläuft. Kleinste Planänderungen genügen bereits, um ihn in Panik ausbrechen zu lassen.

Die ständige Angst davor, dass etwas schief gehen könnte, ist unter anderem der Grund dafür, dass der nervöse Typ scheinbar im Minutentakt die Anzeigetafeln prüft und ständig kontrolliert, ob der eigene Boardingpass noch da ist.

Alles, was der nervöse Typ möchte, ist, den Flug sicher hinter sich zu bringen und pünktlich, wie geplant, am Zielort anzukommen.

Der Tech-Typ

Geeks am Flughafen
Der Tech-Typ ist die Person, die es schafft in nur wenigen Sekunden ein mobiles Büro um sich herum aufzubauen. Das Smartphone ist gezückt, der Laptop sicher auf dem Schoß aufgebaut, die Kopfhörer beschallen die Ohren und ein interessantes Komplex aus Kabeln hängt von überall hinab.

Man muss gar nicht versuchen mit dem Tech-Typen Augenkontakt aufzubauen, denn seine volle Aufmerksamkeit gilt den Bildschirmen um ihn herum. Ohne den Blick jemals von ihnen abzuwenden weiß der Tech-Typ trotzdem immer punktgenau, wann das Boarding beginnt. Interessanter Weise verstaut er sein mobiles Büro genauso schnell, wie er es aufgebaut hat.

Wir wissen nicht genau, was der Tech-Typ an seinen vielen Geräten treibt, aber eines können wir mit Sicherheit sagen: Ihm gehören alle Steckdosen am Flughafen und es ist zwecklos darauf zu hoffen, dass er auch nur eine freigibt.

Der heimische Typ

Heimische Menschen am Flughafen
Flughafen, Wohnzimmer – wo ist da eigentlich der Unterschied? Der heimische Typ fühlt sich pudelwohl in den Flughäfen der Welt. Sobald er einen freien Platz gefunden hat werden die Schuhe ausgezogen, denn nur so kann man eine wahrhaft bequeme Position einnehmen. Noch mehr Komfort bietet eine flauschige Kuscheldecke und ein Nackenkissen.

Egal ob eine Verspätung angekündigt wird oder der Kaffe umfällt: Den heimischen Typ bringt nichts aus der Ruhe.

Das Warten verbringt der heimische Typ auf gemütlichste Weise und dazu gehört nunmal auch seinen Gaumen mit ein paar Snacks zu verwöhnen. Zu Hause würde man schließlich auch nicht einfach nur im Stillen sitzen und auf etwas Warten, oder?

Der motzige Typ

Meckernde Menschen am Flughafen
Der motzige Typ hat bereits die Nase voll vom Warten, bevor das Warten überhaupt beginnt. Er ist derjenige, der mit verschränkten Armen und Beinen auf seinem Platz sitzt und seine Umgebung mit wuterfülltem Blick strengstens mustert.

Ihm entgeht nichts: Rennende Kinder, laute Menschen, schlechte Organisation, dreckige Toiletten, ekelhaftes Essen, mangelnde freie Plätze, unbequeme Sitze, Kälte am Flughafen etc.

Es macht keinen Unterschied, ob der motzige Typ alleine oder in Begleitung ist, denn er wird auf irgendeinem Weg seinem Groll Gehör verschaffen. Sei es auf dem Twitter-Feed oder durch laute Bemerkungen, der motzige Typ belehrt seine Mitmenschen über korrektes Verhalten und möchte alle wissen lassen, wie schlimm das Warten ist.