Vor allem im Frühling wird einem die beeindruckende Schönheit der Natur so richtig vor Augen geführt, wenn die Welt nach einem langen, harten Winter zu neuem Leben erwacht. Überall schießen die Blumen aus der Boden, an denen sich Jung und Alt gern erfreuen. Die Natur scheint den tristen Winter satt zu haben und beglückt uns mit einem Farbenspiel, das auch die letzte Winterdepression vertreiben sollte. Viele der Frühlingsblumen Europas werden noch immer aus religiösen Gründen oder Jahrtausende alter Tradition in Symbolen und Wappen verwendet. Von den sanften und dicht bewachsenen Wiesen Irlands bis hin zu den schroffen Küsten Maltas bietet Europa eine große Vielzahl an Blumen. Die folgende Übersicht zeigt die berühmtesten Nationalblumen Europas und deren Geschichte.

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Rose

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Die elegante Rose ist nicht nur die Nationalblume von England, Luxemburg, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum diese Länder diese sehr beliebte Blume zur Nationalblume auserkoren haben. Für England beispielsweise ist sie spätestens seit den Rosenkriegen im 15. Jahrhundert häufig in Mannschaftslogos oder Gemeindeflaggen und -wappen zu sehen. Seit jeher steht die Rose für Liebe und Leidenschaft.

Lavendel

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Der Lavendel ist die Nationalblume Portugals und ein entfernter Verwandter der Minze. Lavendel wird gern zum Kochen verwendet und seine Öle sind häufig Bestandteil von Salben, Cremes und Düften. In kaum einem anderen Land gibt es so malerische Landschaften mit vielfältiger Flora und Fauna wie in Portugal. Wer zwischen Mai und August das Land bereist, wird wahrscheinlich riesige Lavendelfelder entdecken. Der Name kommt übrigens vom lateinischen Wort „lavare“, was „waschen“ bedeutet. Außerdem ist der Lavendel für seine einschläfernde Wirkung bekannt, weshalb viele Menschen einen kleinen Beutel Lavendel unter das Kopfkissen legen.

Nelke

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Seit mehr als 2000 Jahren wird die Nelke in Europa und Asien angebaut. Sie hat ein sehr markantes Äußeres, duftet leicht süßlich und wird von Männern außerdem gern als Ansteckblume für das Jackett genommen. Die rote Nelke ist, aufgrund der engen Verbindung mit der spanischen Folklore, Spaniens Nationalblume und wächst besonders gut im Norden des Landes, in Aragonien. Ein typisches Bild, das viele Menschen dabei im Kopf haben, ist eine Nelke, die ein leidenschaftlicher Verehrer seiner Angebeteten mit seinen Zähnen überreicht.

Maiglöckchen

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Trotz seiner lieblichen Erscheinung und des süßen Duftes ist das Maiglöckchen extrem giftig. Allerdings wird die Blume auch gern in Brautsträußen und anderen Bouquets verwendet. Seit 1967 ist sie die Nationalblume von Finnland.

Dickblättrige Flockenblume

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Nur auf Malta findet man die Cheirolophus crassifolius aus der Familie der Korbblüter, die im Englischen auch als „Maltese Rock-centaury“ bekannt ist und im Deutschen als dickblättrige Flockenblume bezeichnet werden kann. Man findet sie meist an den steinigen Küsten im Südwesten der Insel. Da sie seit 1971 die Nationalblume von Malta und außerdem vom Aussterben bedroht ist, steht sie unter besonderem Schutz der maltesischen Regierung. Die Malteser sind sehr stolz auf ihre Nationalpflanze, die sie selbst „Widnet il-Bahar“ nennen und deren heilsame Wirkung sie sehr zu schätzen wissen.

Tulpe

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In den Niederlanden weiß man, dass Frühling ist, wenn die Tulpenfelder plötzlich farbenfroh leuchten. Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts sind die Niederlande das Zentrum des weltweiten Blumenhandels. Ursprünglich kam die schöne Tulpe im frühen 17. Jahrhundert eigentlich aus dem Osmanischen Reich, aber heute steht sie wie kaum etwas anderes für die Niederlande und deren Wohlstand. Tulpen benötigen übrigens einen kalten Winter, um zu wachsen und ihre Zwiebeln können problemlos zum Kochen verwendet werden.