Berlin ist aus zahlreichen Gründen ein beliebtes Ziel von Städtereisenden aus aller Welt. Allerdings kann sich der Berlin-Trip für Reisende, die sich glutenfrei ernähren, etwas schwierig gestalten. In der Stadt gibt es immer mehr Angebote für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, eine Glutenunverträglichkeit haben oder Gluten aus anderen Gründen meiden. Jedoch ist es nicht immer ganz einfach, die richtigen Orte aufzuspüren. Wir haben uns auf die Suche begeben, die besten Cafés und Restaurants erkundet und einen kleinen Stadtteilführer zusammengestellt.

Prenzlauer Berg

Dieser Stadtteil ist ein Muss für alle, die kein Gluten vertragen. Am besten beginnt man den Tag in der  Juten Bäckerei. Diese Bio-Bäckerei ist komplett glutenfrei und bietet eine breite Auswahl an Brot, Brötchen, süßen Backwaren und Sandwiches. Wer möchte, kann die Leckereien bei einem gemütlichen Tee oder Kaffee direkt in der Bäckerei verspeisen. Gut frühstücken lässt es sich auch bei Betty’n Caty. Das Café ist zwar nicht komplett glutenfrei, fährt aber auch ein beachtenswertes Angebot an glutenfreien Frühstücksoptionen, Sandwiches, Toasties, Suppen und Kuchen auf. Auch Gäste mit Laktoseintoleranz sowie Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Auswahl an glutenfreien Broten bei der Juten Bäckerei. Foto von Jute Bäckerei.

In diesem Viertel kann man sich auch ein schmackhaftes Abendessen gönnen. Es besteht die Wahl zwischen bretonischen Galettes, koreanischem Essen und einem Paleo Gourmet Restaurant. In der  Crêperie Suzette werden herzhafte Galettes, Crêpes aus Buchweizenmehl, mit verschiedenen Füllungen zubereitet. Wer koreanisches Essen mag, sollte die koreanische BBQ- und Soju-Bar Juki ausprobieren. Hier können viele Gerichte auf Nachfrage glutenfrei zubereitet werden. Wer sich so richtig verwöhnen möchte, dem legen wir einen Abend im Sauvage ans Herzen. Dieses Restaurant serviert gehobene Paleo-Küche und ist 100% glutenfrei. Die ausgeklügelten Hauptgerichte, ausgefallenen Desserts und einzigartigen Getränke sind bei glutenfrei lebenden Berlinern äußerst beliebt. Samstags und sonntags kann man im Sauvage auch ein leckeres Frühstück genießen.

Friedrichshain

Der Hunger meldet sich spätestens, nachdem man den Flohmarkt am Boxhagener Platz durchstöbert oder die im Zuckerbäckerstil gehaltene Karl-Marx-Allee bestaunt hat. Kein Problem, in diesem Viertel kann man verschiedenste glutenfreie Leckereien genießen.

Bei Aunt Benny kann man sich mit einer Suppe aufwärmen oder an einem gegrillten Sandwich erfreuen. Die Mahlzeit rundet man hier am besten mit einem schmackhaften Nachtisch ab; es gibt immer mehrere Auswahlmöglichkeiten. Oder man tankt bei Funk You – Natural Food Energie. Dieses gesundheitsbewusste Café bietet eine Vielfalt an frisch gepressten Säften, Smoothies, Frühstück, Sandwiches, Salaten und süßen Leckereien. Die meisten Mahlzeiten können glutenfrei und/oder vegan zubereitet werden. Auch das  Ohlala, ein besonders empfehlenswertes Café und Bistro, sollte man sich nicht entgehen lassen. Falls genug Zeit ist, sollte man auf jeden Fall am Wochenende zum Brunch vorbeikommen. Dieses ist komplett glutenfrei.

Flea Market at Boxhagener Platz. Photo by La Citta Vita.

Flohmarkt am Boxhagener Platz. Foto von La Citta Vita.

Neukölln

Dieses hippe Viertel mit seinem wilden Charme, seiner künstlerischen Vielfalt und seinen Vintage-Boutiquen hat ebenfalls eine große Auswahl an glutenfreien Köstlichkeiten zu bieten. Auf dem Weg von der U-Bahn zum Tempelhofer Feld lohnt sich ein kleiner Streifzug durch den Schillerkiez mit einem unbedingten Zwischenstopp bei Erste Sahne – Otivm. In dieser Eisdiele kann man sorgenfrei italienisches Eis, Semifreddi, Kuchen und weitere Leckereien genießen – es ist alles glutenfrei.

Weiter nördlich in Neukölln befindet sich die Paleothek, das lässigere und günstigere Pendant zum Sauvage, das von den gleichen Leuten betrieben wird wie das Restaurant im Prenzlauer Berg. Auf der stetig wechselnden Karte werden nur vollständig glutenfreie Speisen angeboten. Wer nur einen Snack für unterwegs möchte, kann in den U-Bahnhof Schönleinstraße hinabsteigen und japanische Onigiri von Rice Up erstehen. Diese mit einer Nori-Alge umhüllten, gefüllten Dreiecke aus Reis sind glutenfrei und können auch in vielen Bio-Märkten in der ganzen Stadt gekauft werden (in jeder Berliner Biocompany, jedem LPG-Markt und bei Basic).

Gluten-free Paleo Burger at Sauvage.

Glutenfreier Paleo-Burger im Sauvage.

Wer über weitere glutenfreie Gaumenfreuden in anderen Teilen der Stadt erfahren möchte, sollte demnächst für den zweiten Teil des Posts vorbeischauen. Wir werden darüber berichten, wo man sorgenfrei echte Berliner Currywurst, Pizza und eine grandiose Auswahl an Kuchen erstehen kann.

Hinweis: Wer Zöliakie oder eine starke Glutenintoleranz hat, dem raten wir dazu, immer das Personal des Restaurants oder Cafés darüber zu informieren. Dadurch kann man sicherstellen, dass die sicheren Optionen auf der Karte gezeigt werden, die Küche sich mit Kreuzkontamination auskennt und bei der Zubereitung der Speisen auf die Problematik achtet.

Wer sich noch eingehender mit dem glutenfreien Angebot in Berlin befassen möchte, dem empfehlen wir unseren zweiten Teil des Posts sowie folgende nützliche Quellen:

Glutenfrei in Berlin

Allergy Explorer

Gluten Scout